Unterwegs von Tafel 1 bis 4

Die 6km lange Wandertour beginnen wir am Vereinshaus des Heimatvereins Wolferode e. V. in der Kunstbergstraße. Wir gehen die Feldstraße in Richtung Westen zu den Holzmarken, die man bereits von hier am Horizont erkennen kann.

Unser erster Stopp ist an der Tafel „Die Blumenuhr“.

Tafel 1 - Die Blumenuhr
Auf der Tafel werden die Pflanzen einer Wiese vorgestellt, wie sie nicht nur in den Holzmarken vorkommen. Der Bewuchs der Wiesen ist abhängig von den Bodenverhältnissen und der jeweiligen Bewirtschaftung. Im Uhrzeigersinn verlaufen die Monate und den einzelnen Jahreszeiten werden die Pflanzen zugeordnet. Will man die aufgezählten Blumen finden, ist es ratsam, jeden Monat unseren Wanderweg zu gehen. Die Wanderungen tun der Gesundheit gut, und es macht Freude, die Natur beim Wachsen und Werden zu erleben.

Tafel 2 - Leben am Wegesrand
Unser zweiter Stopp ist an der Tafel „Leben am Wegesrand“.  
Die Tafel zeigt uns, wie Wegraine, Randzonen und Böschungen einmal ausgesehen haben könnten. „Die Wegraine stellen Bindeglieder inmitten intensiv genutzter Agrarflur dar und sind erhaltenswerte Biotope in der Landschaft“ – so kann man auf der Tafel lesen. Vorgestellt werden Tiere und Pflanzen, die in einem solchen Gebiet anzutreffen waren. In der Zeit der Feldbearbeitung mit Pferden, Ochsen oder dem Spaten wurden die Weg- und Feldraine nicht so sehr beschädigt, lieferten sie doch wertvolle Gräser und Kräuter für die Viehfütterung. Die dort lebenden Tiere beachtete man und ließ sie in Ruhe.
Heute werden die Wegränder oft überfahre. Die Insekten und Kleinlebewesen werden immer weiter zurückgedrängt. Die Feldhamster stehen heute unter Schutz, Feldhasen sieht man kaum noch. Dem Gesang der Feldlerche kann man im Sommer zuhören. Sie findet noch immer am Boden ein verstecktes Plätzchen, um ihren Nachwuchs aufzuziehen. Hoffen wir, dass es noch lange so bleibt …

Tafel 3 - Die Aufgabe der Jagd  
Vorbei an einer Grasnelken-Population führt unser Weg zum dritten Stopp, zur Tafel „Aufgabe der Jagd“. Die Tafel vermittelt uns einen Einblick in die Jagd. Sie zeigt uns, dass es wichtig ist, das biologische Gleichgewicht zwischen Jäger und Gejagten zu erhalten. „Jagd bedeutet Regulierung und Nutzung von Wildbeständen. Dabei soll schwaches und krankes Wild erlegt werden. Beim Schalenwild bietet neben der körperlichen Verfassung die Stärke des Geweihs einen Hinweis auf die Gesundheit des Wildbestandes.“ „Das Ziel der Jagd und Hege soll ein artenreicher, gesunder und den landwirtschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepasster Wildbestand sein.“  An ruhigen Frühjahrs- oder Herbsttagen kann man bei einem Spaziergang durch die Holzmarken Rehe sehen, vielleicht mal noch einen Fuchs. Die Hasen wissen in der Zwischenzeit, warum sie sich lieber nicht aus dem Dickicht herauswagen sollten. Die Wildschweine, die im Saugrund wohnen, lassen sich auch am Tage nicht sehen. Am aufgewühlten Boden und anderen „Hinterlassenschaften“ kann der aufmerksame Wanderer aber erkennen, dass sie hier sind. Da die Wildschweine der Landwirtschaft Schaden zufügen, werden sie auch in unserer Region bejagt.

Tafel 4 - Lebensgemeinschaft in einem Laubmischwald

Der vierte Stopp ist die Tafel „Beispiel einer Lebensgemeinschaft in einem Laubwald“. Die Tafel zeigt uns das Beispiel einer Lebensgemeinschaft in einem Laubmischwald.   „Die Artenvielfalt in solchen Wäldern ist abhängig von ihrem Standort, ihrer Baumartenzusammensetzung und Altersstruktur sowie von der forstwirtschaftlichen Bewirtschaftungsweise“, kann man auf dem Schild lesen. Vögel und Kleintiere finden im dichten Blätterwald Nistmöglichkeiten und einen Unterschlupf.